Gemeindehaushalt 2026: Konsequentes Handeln für kommunale Handlungsfähigkeit [Update 18.12.2025]

Gemeindehaushalt 2026: Konsequentes Handeln für kommunale Handlungsfähigkeit [Update 18.12.2025]

Mit den Vorbereitungen für den Haushalt 2026 hat die Gemeinde Barendorf einen wichtigen Schritt unternommen, um ihre finanzielle Handlungsfähigkeit zu sichern. (Scheinbar?) Erstmals wurden die Gemeinden im Vorfeld der Festlegung der Umlagesätze aufgefordert, formelle Stellungnahmen abzugeben.

Diese neue Möglichkeit hat das Bürgerforum Barendorf konsequent genutzt.

Stellungnahmen zu Umlagesätzen – Verantwortung wahrgenommen

Die Umlagebelastung durch Kreis und Samtgemeinde stellt seit Jahren ein zentrales strukturelles Problem für den Gemeindehaushalt dar. Für den Haushalt 2026 wurden nun – erstmals in dieser Form – Stellungnahmen der Gemeinden eingeholt.

Das Bürgerforum hat diese Gelegenheit genutzt und für die Gemeinde Barendorf fundierte Stellungnahmen erarbeitet, in denen:

  • die konkrete Haushaltslage der Gemeinde dargelegt,
  • die Auswirkungen der bestehenden Umlagesätze auf die kommunale Leistungsfähigkeit aufgezeigt und
  • eine Anpassung bzw. Absenkung der Umlagesätze eingefordert wurden.

Diese Stellungnahmen wurden durch die Gemeinde fristgerecht an den Landkreis Lüneburg sowie an die Samtgemeinde Ostheide übermittelt.

Damit hat die Gemeinde ihre finanzielle Situation nicht nur intern festgestellt, sondern aktiv und nachvollziehbar gegenüber den zuständigen Ebenen adressiert.

Ratsinformationssystem:

Finanz und Personalausschuss der Gemeinde Barendorf – 18.11.2025 (Ö5) – Stellungnahme Kreisumlage

Finanz und Personalausschuss der Gemeinde Barendorf – 18.11.2025 (Ö6) – Stellungnahme Samtgemeindeumlage

[Update 18.12.2025]

Vom Hinweis zum Handeln: Haushaltssicherungskonzept 2026

Aufbauend auf diesen Stellungnahmen wurde das Haushaltssicherungskonzept 2026 erarbeitet. Dieses Konzept ist kein isoliertes Sparpapier, sondern Teil eines klaren, aufeinander abgestimmten Vorgehens:

  1. Darstellung der strukturellen Ursachen des Defizits
  2. Benennung der Umlagebelastung als wesentlicher Faktor
  3. Forderung nach Anpassung der Rahmenbedingungen
  4. gleichzeitige Bereitschaft, die eigene Ausgabenseite verantwortungsvoll zu prüfen

Das Haushaltssicherungskonzept wurde dem Rat vorgelegt und einstimmig beschlossen. Damit trägt es die volle politische Legitimation des Gemeinderates und dokumentiert einen gemeinsamen Willen, die finanzielle Situation der Gemeinde aktiv zu gestalten.

Kein Symbolismus, sondern strukturelle Verantwortung

Das Vorgehen des Bürgerforums folgt einer klaren Linie:
Nicht klagen, sondern handeln.
Nicht nur sparen, sondern Ursachen benennen.
Nicht abwarten, sondern Verantwortung übernehmen.

Die Stellungnahmen zu den Umlagesätzen und das darauf aufbauende Haushaltssicherungskonzept zeigen, dass die Gemeinde ihre Rolle ernst nimmt – sowohl gegenüber den eigenen Bürgerinnen und Bürgern als auch gegenüber Kreis und Samtgemeinde.

Zugleich wird deutlich:
Ein Haushaltssicherungskonzept kann nur dann dauerhaft erfolgreich sein, wenn die strukturellen Rahmenbedingungen fair ausgestaltet sind. Dazu gehört insbesondere eine Umlagepraxis, die den Gemeinden ausreichend finanziellen Spielraum für ihre Pflichtaufgaben lässt.

Ziel: Selbstverwaltung praktisch ermöglichen

Die kommunale Selbstverwaltung ist rechtlich garantiert – sie muss aber auch finanziell möglich sein. Mit dem Vorgehen zum Haushalt 2026 hat die Gemeinde Barendorf deutlich gemacht, dass sie:

  • ihre Haushaltsprobleme offenlegt,
  • Verantwortung übernimmt und
  • zugleich berechtigte Erwartungen an die übergeordneten Ebenen formuliert.

Das Bürgerforum Barendorf hat diesen Prozess maßgeblich initiiert und begleitet. Ziel bleibt es, die Umlagesituation des kommunalen Haushalts dauerhaft in den Griff zu bekommen – damit Entscheidungen auch künftig vor Ort getroffen werden können.

Ratsinformationssystem:

Rat der Gemeinde Barendorf – 18.12.2025 (Ö12)

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